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	<description>International Jazz Festival Saar</description>
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		<title>Ein Hurra mit Hindernissen &#8211; fill in verlegt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Bülent Gündüz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 14:14:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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<p>Die Nachricht verbreitete sich am Dienstagabend wie ein Lauffeuer über Social Media: <em>fill in</em> wird nicht wie geplant im Deutsch-Französischen Garten als Open-Air-Festival stattfinden, sondern in das E-Werk verlegt. Der Grund dafür ist so simpel wie unglaublich: Unsere Wiese in der Südmulde ist zu nass. Es wäre unmöglich gewesen, am Dienstag vor dem Festival mit dem Bühnenaufbau zu beginnen, weil die tonnenschwere Bühne mehrere Zentimeter abgesackt wäre. Damit wäre die Bühne nicht mehr standsicher und die Sicherheit der Künstler:innen, des Bühnenpersonals und der Besucher:innen wäre nicht mehr zu gewährleisten. Und ja, die Wiese sieht toll und auch trocken aus, aber sie ist es nicht.</p>



<p>In einem Sitzungs- und Beratungsmarathon von mehreren Stunden haben wir alles probiert und haben mit Veranstaltungs- und Bühnentechnikern beraten, was wir machen können. Insbesondere haben wir versucht, im DFG eine Ersatzwiese zu finden. Das war nicht möglich, weil die anderen Wiesen entweder genauso nass waren oder zu klein, sodass die Bühne dort nicht gepasst hätte. Ein Abtrocknen wäre in kürzester Zeit auch nicht möglich, denn unter der Bühne hätten Stahlplatten liegen müssen, die ein Abtrocknen verhindert hätten. So mussten wir wirklich schweren Herzens am Montagabend den Entschluss fassen, in das E-Werk zu ziehen, dass uns unser Partner GIU zur Verfügung stellen konnte.   </p>



<p>Auch die Anfangszeiten der Konzerte mussten verlegt werden, da die komplexe Logistik der Künstler:innen einen früheren Beginn kaum möglich macht. Untergebracht sind die Künstler im Victor&#8217;s Residenz-Hotel am DFG, sie müssen aber mehrfach durch die Stadt zum E-Werk. Außerdem steht zu befürchten, dass einige Besucher:innen doch im DFG landen, wo sie von Helfern Hinweise zur Verlegung bekommen. Auch sie sollen rechtzeitig zum Konzertbeginn im E-Werk auf den Saarterrassen sein können.</p>



<p>Ein Open-Air-Festival zu stemmen, bedeutet in Zeiten des Klimawandels immer auch, dass man mit solchen Verlegungen aufgrund der Witterungsbedingungen rechnen muss. Wir haben uns die Entscheidung alles andere als leicht gemacht, es blieb uns aber keine andere Wahl. Seit heute morgen arbeiten wir im E-Werk und es ist wirklich ein schöner Ort für gute Musik. Wir werden versuchen, euch ein wunderbares Festivalflair zu zaubern, damit ihr den DFG nicht allzu sehr vermisst. Hurra, es ist trotzdem Festival! Und für alle Frischluftfanatiker empfehlen wir das Wochenende vom 9. bis zum 11. August 2024, da sind wir mit Weltklassejazz auf der Vaubaninsel in Saarlouis. </p>
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		<title>Virtuoser Jazzrock einer Legende</title>
		<link>https://2024.fillin-festival.de/virtuoser-jazzrock-einer-legende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bülent Gündüz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 May 2024 11:19:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Billy Cobham]]></category>
		<category><![CDATA[fillin2024]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Billy Cobham begann seine Karriere als Musiker bei der US Army. Dort diente er in einer Musikband und spielte nebenher in den Clubs seiner Wahlheimat New York City.  Nach dem Ende des Militärdiensts engagierte ihn Jazzpianist Horace Silver, mit dem er 1968 eine Platte aufnahm. Im folgenden Jahr spielt er mit Miles Davis dessen legendäres Album ... <a title="Virtuoser Jazzrock einer Legende" class="read-more" href="https://2024.fillin-festival.de/virtuoser-jazzrock-einer-legende/" aria-label="Mehr zu Virtuoser Jazzrock einer Legende" data-wpel-link="internal" target="_self">Weiterlesen ...</a></p>
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<p>Billy Cobham begann seine Karriere als Musiker bei der US Army. Dort diente er in einer Musikband und spielte nebenher in den Clubs seiner Wahlheimat New York City.  Nach dem Ende des Militärdiensts engagierte ihn Jazzpianist Horace Silver, mit dem er 1968 eine Platte aufnahm. Im folgenden Jahr spielt er mit Miles Davis dessen legendäres Album „Bitches Brew“ ein, die als erste Fusion-Platte überhaupt gilt. </p>



<p>In offenen Studiosessions experimentierten die Musiker gemeinsam, spielen Funk- und Rockgrooves und kreierten einen düster-brodelnden Sound, der ganz neu und anders als alles Bisherige war. Hier lernte Cobham auch den Jazz- und Rockgitarristen John McLaughlin kennen, der Cobham 1971 für sein neu gegründetes Mahavishnu Orchestra engagierte, in dem auch Jerry Goodman (Violine), Jan Hammer (Keyboards) und Rick Laird (E-Bass) spielten.</p>



<p>Das Mahavishnu Orchestra wurde in den 1970er Jahren zu einem der Stil prägenden Projekt, das Jazzrock und Fusion maßgeblich beeinflusste. Die Gruppe spielte einen emotionsgeladenen Jazzrock, der auch Elemente spiritueller indischer Musik aufnahm und stark auch von Improvisation und Interaktion geprägt war. Fast scheint es so, als ob Jazz, Rock und Hippiemusik aufeinanderprallten und sich vereinten.</p>



<p>Es entstanden spannungsgeladene Klangteppiche, die sich stetig zu steigen scheinen, abflauen um nur noch gewaltiger zurückzukommen und ganz von der Interaktion der Musiker lebten. Cobhams einfühlsame Doublebass-Drum-Technik und seine explosive Virtuosität wurden wichtiger Gegenpart zu dem intellektuellen Gitarrenspiel McLaughlins. Trotz des großen Erfolges des ersten Albums „The Inner Mounting Flame“ hatte die Band keinen langen Bestand. Doch die Musik war in den 1970ern so populär, das sie selbst in Discos gespielt wurde.</p>



<p>Cobham hatte sich inzwischen einen Namen erspielt und wollte es als Bandleader probieren. Im Jahr 1973 unterzeichnete er einen Vertrag mit Atlantic Records und spielte mit „Spectrum“ seine erste Platte als Bandleader ein, die es auf Anhieb auf Platz 1 der Jazz-Charts in den Vereinigten Staaten schaffte. Es wurde eines der stilbildenden Alben des Genres. Der raue Jazzrock wird bestimmt von Cobhams lateinamerikanischen Rhythmen, die er in den folgenden Alben stets weiterentwickelte. Mit&nbsp;atemberaubender Schnelligkeit, virtuosen Breaks und kompositorischem Einfallsreichtum&nbsp;ersann Cobham einen ganz eigenen Stil. Kaum ein Jazzmusiker, der heute nicht angibt, von „Spectrum“ beeinflusst worden zu sei, den Sound von Songs wie „Stratus“ oder die Gitarrenriffs von „Red Baron“ nicht mitsummen kann.</p>



<p>Zum 40. Geburtstag von „Spectrum“ gründete der Drummer das „Spectrum 40 Project“, inzwischen ist es das „Spectrum 50 Project“ mit dem Cobham auch nach Saarbrücken kommt und das 50. Jubiläum des Albums feiert. Zudem ist Cobham in diesem Mai 80 Jahre alt geworden und erhält im Juli den German Jazz Trophy Award. Es gibt also genug zu feiern!&nbsp;</p>
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		<title>Martin Weinerts Nachwind Ensemble</title>
		<link>https://2024.fillin-festival.de/martin-weinerts-nachwind-ensemble/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bülent Gündüz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2024 12:48:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[fillin2024]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Weinert]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit Martin Weinert hat die Region einen herausragenden Jazzmusiker, der in diesem Jahr das fill in – International Jazz Festival Saar eröffnet. Bis zu ihrem Tod im Jahr 2020 waren er und seine Frau Susan nicht ohneeinander denkbar. Fast symbiotisch spielten die beiden vierzig Jahre gemeinsam Musik. Susan Weinert war eine Ausnahmemusikerin. Sie nahm früh ... <a title="Martin Weinerts Nachwind Ensemble" class="read-more" href="https://2024.fillin-festival.de/martin-weinerts-nachwind-ensemble/" aria-label="Mehr zu Martin Weinerts Nachwind Ensemble" data-wpel-link="internal" target="_self">Weiterlesen ...</a></p>
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<p>Mit Martin Weinert hat die Region einen herausragenden Jazzmusiker, der in diesem Jahr das fill in – International Jazz Festival Saar eröffnet. Bis zu ihrem Tod im Jahr 2020 waren er und seine Frau Susan nicht ohneeinander denkbar. Fast symbiotisch spielten die beiden vierzig Jahre gemeinsam Musik.</p>



<p>Susan Weinert war eine Ausnahmemusikerin. Sie nahm früh Unterricht bei den Jazzmusikern David Liebman und Richie Beirach&nbsp;sowie den Gitarristen John Abercrombie und Mike Stern. Martin begann&nbsp;1976 damit, Bassgitarre in einer Rockband zu spielen. Anfang 1977 spielte ihm jemand ein Stück der Billy-Cobham-Platte „Total Eclipse“ vor, die alles veränderte: „Ich wusste sofort, dass ich zum Jazz würde konvertieren müssen, was ich auch tat. Über Billy Cobham entdeckte ich Miles Davis, John McLaughlin und sein Mahavishnu Orchestra sowie Weather Report. Das Album „Heavy Weather“ begeisterte mich völlig und das Spiel auf der Bassgitarre von Jaco Pastorius beeinflusste mich maßgeblich. Über seine Mitwirkung im Pat Metheny Trio stieß ich auf diesen wundervollen Musiker.“&nbsp;</p>



<p>Susan und Martin Weinert lernten sich 1981 über gemeinsame Freunde kennen. Weinert erinnert sich im Rückblick: „Wir spürten direkt, dass wir zusammengehören, als Liebespaar und künstlerisch. Unverzüglich begannen wir an einem Bandkonzept zu feilen.“ Im Jahr 1982 folgte der erste gemeinsamer Auftritt.</p>



<p>Drei Jahre später gründete das Paar die Susan Weinert Band, in der die Weinerts mit dem Schlagzeuger Hardy Fischötter spielten. Spielte das Trio in der Frühphase vor allem Fremdkompositionen, komponierte Susan Weinert ab 1990 auch eigene Stücke und bald spielte die Band nur noch die Stücke der Gitarristin. Das erste Album „Mysterious Stories“ wurde zum großen Erfolg. Jazzlegende Mike Mainieri meldete sich bei Weinert und wollte die Gitarristin unbedingt als Gastsolistin für seine damals Stil prägende Band „Steps Ahead“ zu verpflichten.</p>



<p>Im Jahr 1994 stieß Keyboarder Oliver Heuss zum Trio. In der Folgezeit wich der raue Jazzrock- und Fusionsound ruhigeren Klängen, was auch dem Klavierspiel von Jazzpianistin Rachel Z geschuldet war, die Ende der 1990er Jahre zur Band stieß. Die Weinerts probierten in den Folgejahren größere Bandbesetzungen aus, Bläser stießen zur Gruppe, Anfang der 2000er Jahre integrierten die beiden auch Gesang. Der Sound von Weinert war in dieser Zeit geprägt von der Vielseitigkeit ihres Lehrers Abercrombie, an den vieles erinnert, ohne dass Weinert ihn je kopiert hätte.</p>



<p>Als die beiden im Jahr 2004 das eigene Label Tough Tone Records gründeten, wandelte sich auch die Musik und wurde immer authentischer und unabhängiger. Mit dem Sänger&nbsp;Francesco Cottone spielen die Weinerts 2004 und 2006 zwei Alben ein, die stark vom Gesang geprägt sind, spätestens mit „Dancing in the Water“ wurde der Sound in ersten Liedern ruhiger.&nbsp;Das Schlagzeug schien als Rhythmusinstrument nicht mehr recht zu passen. Elektrische Gitarre und E-Bass wurden gegen Kontrabass und akustische Gitarre getauscht. Mit „Tomorrow’s Dream“ entstand 2007 ein Album, das einen neuen akustischen Sound ausgab, der in den Folgejahren das Wirken der Weinerts nachhaltig prägte. Sehr unterschiedlich sind die Stücke, doch immer harmonisch rund und warm, weich und mit einer klaren Akustikgitarre.</p>



<p>Mit der Gründung des Rainbow Trios scheinen die beiden Ausnahmemusiker eine Heimat gefunden zu haben und feierten mit Pianist Sebastian Voltz große Erfolge. Doch das Schicksal verändert das Leben des Paares nachhaltig. Susan Weinert erkrankte an Krebs.</p>



<p>Ihrer Musik konnte der Schicksalsschlag nichts anhaben. Immer stärker wurden in den Folgejahren ihre Stücke eine wunderbare Melange aus Jazz, Klassik und Weltmusik. Mit ihrem [Synergy Duo] war das Ehepaar Weinert als Duo unterwegs und pflegte einen wunderbar leichten, fast experimentellen und virtuosen Sound, der ganz von der musikalischen Zwiesprache der beiden geprägt war. Mit der norwegischen Sängerin Torun Eriksen bildete man das Fjord Trio, das wieder einen ganz anderen, Energie geladenen Klang versprühte und mit Saxophonist Andrzej Olejniczak spielten die beiden im Trio W.O.W. einen Jazz, der stark von Weltmusik geprägt war. Nichts schien den Weinerts in dieser Zeit zu misslingen, jedes Stück scheint sorgsam austariert zu sein, ganz zugeschnitten auf die Gitarre und dabei doch immer genug Platz lassend für die anderen Instrumente, die kongenial eingebunden sind.</p>



<p>Am 2. März 2020 erlag Susan Weinert ihrem Krebsleiden, mit dem sie ein ganzes Jahrzehnt gelebt hatte. Bis zuletzt spielte und komponierte sie. Die letzte gemeinsame CD „Der Baum vor meinem Fenster“ erschien posthum. Wer dort aber nun einen bitteren Abgesang auf das Leben erwartet, wird enttäuscht. Der Sound des Albums ist heiter bis melancholisch und feiert das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen.</p>



<p>Man hätte durchaus verstanden, wenn Martin Weinert ohne seine Frau nie wieder hätte auf einer Bühne stehen wollen und vielleicht war das auch sein erster Impuls. Doch er führt das gemeinsame Lebenswerk fort. Seine Erklärung leuchtet sofort ein: „Mein Beweggrund, die gemeinsame Arbeit weiterzuführen und mit den Menschen zu teilen“, so Weinert, „ist einfach der, dass ich mich in diesem über die Jahre gewachsenen Klangkosmos zuhause fühle und mir die Klänge ein Wohlgefühl bereiten. Sie sind meine musikalische Heimat.“</p>



<p>Martin Weinert ist dem Martin Weinert Nachtwind Ensemble zurück und spielt späte Kompositionen seiner Frau, die teilweise nur in Fragmenten vorhanden waren. Und Weinert wagt ein Experiment, das hätte schief gehen können. Er lässt eine Leerstelle und ersetzt seine Ehefrau an der Gitarre nicht. Das wäre auch kaum möglich gewesen, denn Weltklassegitarristin vom Format Susan Weinerts gibt es kaum. Irgendwie hätte es sich auch wohl nicht nur für Martin komisch angefühlt.&nbsp;</p>



<p>Mit dabei ist noch vom Rainbow Trio Sebastian Voltz. Außerdem sind der Perkussionist Daniel Weber und die Violinistin Héloïse Lefebvre mit von der Partie. Sie übernimmt die Melodien der Gitarre, ersetzt diese aber nicht einfach, sondern nimmt den Klang von Weinert auf, interpretiert ihn aber eigenständig, sodass etwas ganz Eigenes und Neues entsteht. So wird es ein ganz besonderer Freitagabend werden.</p>
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		<title>Groovekrach vom Feinsten</title>
		<link>https://2024.fillin-festival.de/groovekrach-vom-feinsten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Bülent Gündüz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2024 15:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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		<category><![CDATA[fillin AVENUE]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Anfang ist es nur eine Idee gewesen. Lasst uns was Neues probieren – eine Auftaktveranstaltung mit der wir ins Festivaljahr starten. Niedrigschwellig muss es sein, kein intellektueller Jazz, sondern einer, mit dem alle sofort etwas anfangen können. Mit unserem Partner GIU kamen wir auf die Idee, ein Straßenfest im Quartier Eurobahnhof zu veranstalten. Vor ... <a title="Groovekrach vom Feinsten" class="read-more" href="https://2024.fillin-festival.de/groovekrach-vom-feinsten/" aria-label="Mehr zu Groovekrach vom Feinsten" data-wpel-link="internal" target="_self">Weiterlesen ...</a></p>
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<p>Am Anfang ist es nur eine Idee gewesen. Lasst uns was Neues probieren – eine Auftaktveranstaltung mit der wir ins Festivaljahr starten. Niedrigschwellig muss es sein, kein intellektueller Jazz, sondern einer, mit dem alle sofort etwas anfangen können. Mit unserem Partner GIU kamen wir auf die Idee, ein Straßenfest im Quartier Eurobahnhof zu veranstalten. Vor der ehemaligen Buswerkstatt sollte eine Festmeile entstehen, die zum Bummeln einlädt und einfach Lust auf das Festival macht. Wir wollten unsere Marke bekannt machen und unser Maskottchen, den Flamingo, in die Welt schicken. Irgendwann soll jeder in der Region wissen, wofür fill in und der Flamingo stehen.</p>



<p>Wie es sich für Träumer und Idealisten gehört, war wohl den meisten von uns nicht klar, wie viel Arbeit das wirklich werden würde. Wir sind ein kleines Team aus zehn Menschen, wovon auch noch zwei „nur“ ehrenamtlich tätig sind. Damit ein Festival zu stemmen, ist ohnehin schon ein Wunder, gleich mehrere Termine im Jahr zu absolvieren eigentlich unmöglich.&nbsp;</p>



<p>Meine große Angst, und ich glaube für das Team sprechen zu können, war aber die bange Frage: Kommt da überhaupt jemand? Wir sind im zweiten Festivaljahr, unsere Marke ist noch nicht etabliert und unter fill in AVENUE kann sich ohnehin niemand etwas vorstellen. Wir mussten also alles dafür tun, dass wir genügend Menschen erreichen und ihnen Lust auf das Festival machen. Da wurde dann auch schon mal mit viel Enthusiasmus der Rodenhof mit Flyern und Programmen geflutet.</p>



<p>Für die musikalische Auswahl war unser künstlerischer Leiter Oliver Strauch zuständig und er hat es tatsächlich geschafft, die passenden Bands zu finden. Mit der Bayou Brass Band hat er eine bunte Truppe engagiert, die in der Festivalstraße gute Laune verbreitet hat. Angelehnt an den klassischen New-Orleans-Jazz hat die Band eine bunte Mischung gespielt und wirklich Laune gemacht. Sie hat es geschafft, dem New-Orleans-Jazz eine moderne Note zu geben, die alles andere als angestaubt wirkte.</p>



<p>In der Straße herrschte den ganzen Nachmittag ein buntes Treiben. Marktstände boten Kunst, Spielzeug, Schallplatten 8und Kinderbeschäftigung an. Mit Zauberkünstler Maxim Maurice gab es einen weiteren „Walking Act“, der durch die Straße lief und Klein und Groß verzauberte.&nbsp;</p>



<p>Ein Publikumsmagnet war das Torwandschießen. Man konnte auf hängende Schlagzeugbecken schießen und Lose gewinnen, die dann am Abend an einer Tombola teilnahmen. Erster Preis: Zwei VIP-GOLD-Tickets für das am folgenden Tag stattfindende Spiel 1 FC Saarbrücken gegen den Halleschen FC. Viel Glück haben die Gewinner in der VIP-Loge dem Verein leider nicht gebracht, das Spiel ging 0:1 verloren. Das Projekt Regenbogen“ der saarländischen Krebsgesellschaft freut sich hoffentlich trotzdem, denn der Erlös geht an das Projekt.</p>



<p>Apropos FCS: Oliver Strauch ist Aufsichtsratsmitglied beim Verein und glühender FC-Anhänger. So ist es gelungen drei FCS-Profis für eine Signierstunde zu gewinnen.&nbsp;Sebastian Jacob, Patrick Schmidt und Richard Neudecker waren eine Stunde lang&nbsp;&nbsp;vor Ort, schrieben Autogramme, ließen sich mit Fans fotografieren und plauderten mit den Fans.</p>



<p>Am Abend dann startete das Konzert auf der Hauptbühne. Problembär waren gekommen. Die Jungs spielen eine wilde Mischung aus Rock, Ska, Funk, Punk und Jazz. „Groovekrach“ nenne die Problembären das und untertreiben. Groovig ist ihre Musik durchaus, von „Krach“ kann aber keine Rede sein. Die Musik macht Lust und Laune, immer wieder tauchen Elmente des Jazz auf, vor allem improvisierte Solos geben den Stücken eine einzigartige Note, sodass sich jedes Konzert anders anhört. Wie bei bestem Jazz erkennt man, was man da hört und erlebt jedes Stück trotzdem immer wieder neu.</p>



<p>Den Ausklang übernahmen die DJs Henk the Tank und Mad Money Morv. Im lauschigen Garten des Restaurants Qu4rtier heizten die beiden der tanzwilligen Besucherschar ein. Das war auch dringend nötig, denn es wurde kalt.</p>



<p>Was bleibt? Das Team von fill in, die Sponsoren und die Besucher:innen waren rundum glücklich mit der Veranstaltung. Zwischen 800 und 1000 Menschen kamen – das ist wirklich beachtlich. Alle lobten die Stimmung, die Musik und das Essen. Schon gibt es Überlegungen, das Angebot zu verstetigen – vielleicht etwas später im Mai und an einem Samstag.&nbsp;</p>
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